Im Juni 2026 sind in Deutschland mindestens 99 Menschen beim Schwimmen gestorben – so viele wie seit 23 Jahren nicht mehr.
Was ist passiert? Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hat am Sonntag ihre Juni-Bilanz veröffentlicht. Mindestens 99 Menschen sind in deutschen Gewässern ertrunken. Damit gab es den höchsten Juni-Wert seit dem Hitzesommer 2003. Die meisten Unfälle passierten in Seen (55) und Flüssen (21), nur jeweils sechs in Schwimmbädern, im Meer und in Kanälen. Über 90 Prozent der Opfer waren männlich, unter den Jungen waren sogar alle männlich. 40 von ihnen waren nicht älter als 30 Jahre.
Wer hilft? Die DLRG ist die größte Wasserrettungsorganisation der Welt mit knapp 630.000 Mitgliedern. Ihre Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer sind an vielen Seen und Flüssen im Einsatz, zum Beispiel am Neckar in Heidelberg. Dort hat ein Team junge Männer, die zu weit rausgeschwommen waren, mit einem Boot zurück ans Ufer geholt. Die DLRG-Präsidentin Ute Vogt warnt: „Es gibt im Badesee keinen Preis zu gewinnen – aber das Leben zu verlieren.“ Sie ruft dazu auf, besonders Jungen und Männer auf die Gefahren aufmerksam zu machen. Auch Psychologen helfen mit Erklärungen, warum Männer öfter zu viel riskieren.
