In Bolivien blockieren Demonstranten seit Wochen Straßen, und der Präsident hat den Ausnahmezustand verhängt.
Was ist passiert? Seit Anfang Mai 2026 demonstrieren viele Menschen in Bolivien gegen die neue Regierung von Präsident Rodrigo Paz. Sie blockieren Straßen und Brücken, deshalb kommen Lebensmittel, Benzin und Medikamente kaum noch in die Städte. Besonders die Region um La Paz und El Alto war zeitweise komplett abgeschnitten. Die Behörden sprechen von mindestens 14 Toten im Zusammenhang mit den Protesten. Nach über 50 Tagen hat Präsident Paz deshalb einen Ausnahmezustand für das ganze Land ausgerufen, der bis zu 90 Tage dauern kann.
Wer hilft? Die Regierung hat angekündigt, mit den Demonstranten im Gespräch zu bleiben, die friedlich protestieren. Mit dem großen Gewerkschaftsbund COB wurde bereits eine Vereinbarung getroffen, zum Beispiel der Verzicht auf die Privatisierung von Staatsbetrieben. Auch das Militär soll helfen, Straßen freizuräumen und die Versorgung der Bevölkerung zu sichern. Paz betont aber, dass die Türen für einen ehrlichen Dialog offen bleiben.
