In Kolumbien entscheiden am Sonntag rund 41 Millionen Menschen in einer Stichwahl, wer ihr nächster Präsident wird.
Was ist passiert? Kolumbien hält eine Stichwahl um das Präsidentenamt. Im ersten Durchgang Ende Mai lag der rechte Anwalt Abelardo de la Espriella vorn, den seine Anhänger "der Tiger" nennen. Er bekam 43,7 Prozent der Stimmen, der linke Senator Iván Cepeda 40,9 Prozent. Die Wahl wurde von Gewalt und einer verschlechterten Sicherheitslage überschattet. Die Vereinten Nationen warnten, bewaffnete Gruppen könnten die Abstimmung beeinflussen.
De la Espriella ist 47 Jahre alt und war noch nie in der Politik. Er war Strafverteidiger und vertrat unter anderem Drogenhändler und Paramilitärs. Er will einen harten Sicherheitskurs, baut auf Mega-Gefängnisse und will mit bewaffneten Gruppen nicht mehr verhandeln. Cepeda ist 63 Jahre alt, Menschenrechtler und will den Reformkurs des aktuellen Präsidenten Petro fortsetzen, also mehr Sozialpolitik und Gespräche mit den Rebellen.
