Der Torhüter von Kap Verde weinte nach dem Spiel gegen Spanien – jetzt darf seine Mutter trotzdem zur WM reisen.
Du hast vielleicht mitbekommen, dass bei der WM in den USA gerade eine richtig schöne Geschichte passiert. Vozinha ist der Torhüter von Kap Verde, einer kleinen Inselgruppe vor Afrika. Er ist 40 Jahre alt und spielt in der zweiten Liga in Portugal. Gegen Spanien, einen der größten Favoriten auf den Titel, hat sein Team 0:0 gespielt. Das war eine riesige Überraschung! Vozinha hat sieben Schüsse gehalten und sein Team so über 90 Minuten gerettet. Nach dem Schlusspfiff hat er geweint – aber nicht nur vor Freude. Er hatte Sorgen um seine Mama.
Die USA verlangen von Menschen aus ungefähr 50 Ländern eine Kaution, also eine Art Sicherheitszahlung, wenn sie ein Visum beantragen. Für Vozinhas Mutter wären das umgerechnet etwa 13.000 Euro gewesen. So viel Geld hat die Familie nicht. Vozinha hat nach dem Spiel erzählt, dass er sich sehr gewünscht hätte, dass seine Mama im Stadion dabei sein kann. „She hat es wegen des Visums nicht hierher geschafft ... wegen des Geldes, das wir für das Visum zahlen müssen“, sagte er.
Aber dann haben andere Menschen Vozinha und seiner Familie geholfen. Politiker wie Hakeem Jeffries haben sich eingeschaltet und gesagt: So geht das nicht, eine Mutter muss ihr Kind spielen sehen können. Das US-Außenministerium hat dann klar gemacht: Für alle Verwandten von WM-Spielern wird die Kaution erlassen. Die Botschaft in der Hauptstadt von Kap Verde hat sich direkt um die Papiere gekümmert. Und tatsächlich: Vozinhas Mama Ana Candida Evora hat jetzt die Erlaubnis bekommen, in die USA einzureisen. Sie wird am Montag in Miami beim Spiel gegen Uruguay auf der Tribüne sitzen.