Die Konzerne Boehringer Ingelheim und Eli Lilly wollen in Deutschland vorerst weniger Geld investieren und weniger neue Jobs schaffen – als Reaktion auf die Pläne der Bundesregierung.
Was ist passiert? Zwei große Pharmaunternehmen haben angekündigt, geplante Investitionen in Deutschland zu stoppen oder stark zu kürzen. Boehringer Ingelheim aus Rheinhessen lässt 900 Millionen Euro, die eigentlich in neue Laborgebäude in Deutschland fließen sollten, lieber in andere Länder investieren. Der US-Konzern Eli Lilly baut sein Werk in Alzey in Rheinland-Pfalz nur noch halb so groß wie ursprünglich geplant. Eigentlich sollten dort bis zu 1.000 neue Jobs entstehen – nun wird es deutlich weniger.
Wer hilft? Die Landesregierung von Rheinland-Pfalz hat sofort reagiert. Ministerpräsident Gordon Schnieder (CDU) und Wirtschaftsminister Michael Ebling (SPD) sagen, sie haben direkt mit den Konzernen gesprochen und wollen in Berlin, also im Bundestag und in der Bundesregierung, dafür werben, dass die Pharmagesetze wieder verlässlicher werden. Auch SPD-Fraktionschef Alexander Schweitzer findet: Das müssen Warnsignale sein, die die Bundesregierung ernst nimmt. Die Konzerne fordern vor allem eins: stabile Regeln, damit sie langfristig planen können.
