Das kanadische Unternehmen Cohere übernimmt das Heidelberger KI-Startup Aleph Alpha und will die Fachleute in Deutschland halten.

Stell dir vor, ein großes Unternehmen aus Kanada kauft ein bekanntes deutsches Startup, das sich mit künstlicher Intelligenz beschäftigt. Genau das ist gerade passiert: Cohere, ein KI-Anbieter aus Kanada, übernimmt Aleph Alpha, das 2019 in Heidelberg gegründet wurde. Beide Seiten sprechen von einer „transatlantischen Fusion“ – damit ist eine Verbindung über den Atlantik hinweg gemeint, also zwischen Europa und Nordamerika. Bekanntgegeben wurde der Deal am 24. April. Für dich bedeutet das: Aus zwei Firmen wird eine große, die in mehreren Ländern aktiv ist.

Aleph Alpha war lange eines der wichtigsten deutschen Unternehmen im KI-Bereich. Trotzdem konnte es im Rennen mit riesigen Anbietern wie ChatGPT, Google und Meta nicht mehr mithalten, weil die Entwicklung großer Sprachmodelle extrem teuer ist. Jetzt bekommt das Team durch Cohere mehr Geld, mehr Rechenleistung und die Möglichkeit, international zu wachsen. Cohere-Chef Aidan Gomez sagte beim Tech-Kongress in Heilbronn, er wolle die Talente in Deutschland halten und die Präsenz dort ausbauen. Künftig soll es zwei Hauptsitze geben: einen in Kanada und einen in Deutschland.