Alexander Zverev hat am Freitag das Halbfinale in Wimbledon gewonnen und spielt jetzt um den Titel.

Stell dir vor, du trainierst jahrelang und stehst plötzlich im wichtigsten Tennismatch der Welt – genau so ging es Alexander Zverev am Freitag in London. Er hat den britischen Außenseiter Arthur Fery klar mit 7:6, 6:2 und 6:4 besiegt und sich damit seinen Traum vom Wimbledon-Finale erfüllt. Nach dem Matchball jubelte er auf dem Platz und sagte: "Ich bin unglaublich glücklich und stolz." Für ihn ist es das fünfte Endspiel bei einem Grand-Slam-Turnier – die größten Turniere im Tennis. Erst vor etwa fünf Wochen hatte er in Paris, bei den French Open, seinen allerersten Grand-Slam-Titel geholt. Auf dem Rasen in Wimbledon hatte er dagegen jahrelang kein Glück, jetzt läuft es endlich.

Im Finale am Sonntag wartet Jannik Sinner aus Italien auf ihn. Sinner ist die Nummer eins der Welt und der aktuelle Wimbledon-Champion. Das wird also ein richtig schweres Match – aber Zverev hat schon vor dem Halbfinale gesagt: "Ich muss mich auf mich selber konzentrieren." Bei einem Sieg wäre er der erste deutsche Wimbledon-Sieger bei den Männern seit Michael Stich im Jahr 1991. Ein besonderer Gast hat seinen Besuch angekündigt: Bundeskanzler Merz reist eigens nach London, um Zverev anzufeuern.