Im ersten Halbjahr 2026 waren Züge rund um Frankfurt unpünktlicher als im Vorjahr, weil Baustellen und volle Strecken den Betrieb bremsten.
Du kennst das bestimmt: Du stehst am Bahnsteig, der Zug hat schon fünf Minuten Verspätung – und du fragst dich, warum das gerade jetzt wieder so ist. Laut dem Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) waren Regionalzüge im ersten Halbjahr 2026 nur zu 84,1 Prozent pünktlich, die S-Bahn nur zu 85 Prozent. Ein Jahr zuvor waren es noch 87,8 und 86,4 Prozent. Ein Zug gilt als pünktlich, wenn er weniger als sechs Minuten zu spät ist.
Der Hauptgrund sind sogenannte Zugfolgen: Züge warten aufeinander, weil sie sich kreuzen oder auf demselben Gleis fahren. Besonders die Linien S8 und S9 haben damit Probleme, weil sie lange Strecken fahren und viele stark genutzte Abschnitte durchqueren. Dazu kommen große Baustellen, zum Beispiel am Mainzer Knoten. Mehr als jeder zweite ausgefallene Zug fiel im ersten Halbjahr 2026 wegen Bauarbeiten aus. „Hierbei handelt es sich jedoch fast ausnahmslos um geplante Maßnahmen mit Busersatzverkehren“, sagt der RMV. Das heißt: Für die Baustellen gibt es eigentlich Ersatzbusse.
