Die Bahn in Österreich hat 2025 so viele Kilometer gefahren wie noch nie, obwohl Baustellen im Ausland immer wieder für Verspätungen sorgen.

Die Aufsichtsbehörde Schienen Control hat am 15. Juli 2026 ihren neuen Jahresbericht vorgestellt. Darin steht: Im vergangenen Jahr wurden 138,9 Millionen Personenzugkilometer gefahren – ein Rekord. Personenzugkilometer bedeutet: Ein Zug mit 100 Fahrgästen, der 1 Kilometer fährt, zählt 100 Personenzugkilometer. So kann man messen, wie viel die Bahn insgesamt unterwegs war.

Etwa jede zweite Verspätung im Fernverkehr kommt aus dem Ausland, sagt die Chefin der Behörde, Maria-Theresia Röhsler. Das liegt vor allem an Baustellen auf internationalen Strecken wie dem Brenner oder der Westachse. Auf den Hauptgüterstrecken haben andere Anbieter laut Schienen Control inzwischen rund 60 Prozent Marktanteil.

Bei den Fahrgästen bleibt die ÖBB mit 84,1 Prozent klar führend. Konkurrenten wie die Westbahn und das tschechische Unternehmen RegioJet haben ihren Anteil aber auf 15,9 Prozent gesteigert. Die Zahl der registrierten Eisenbahnunternehmen in Österreich ist mit 98 Firmen ebenfalls hoch – 74 davon dürfen das Schienennetz befahren, so viele wie nie zuvor.