Eine neue Untersuchung zeigt: Etwa die Hälfte der Verspätungen bei überregionalen Zügen hat ihre Ursache im Ausland.

Die Schienencontrol – das ist die Behörde, die in Österreich den Zugverkehr überwacht – hat sich angeschaut, woher die Verspätungen bei den Zügen kommen. Das Ergebnis: Rund die Hälfte der überregionalen Verspätungen entsteht durch Probleme im Ausland. Das liegt vor allem an Baustellen auf großen internationalen Strecken wie am Brenner oder an der Westachse. Wenn dort gebaut wird, müssen Züge Umwege fahren oder warten.

Gleichzeitig hat der Personenverkehr auf der Schiene einen Rekord erreicht: 138,9 Millionen Personenzugkilometer wurden im Vorjahr gezählt – so viel wie nie. Die Fahrgastzahlen sind allerdings leicht gesunken, weil die Wiener S-Bahn-Stammstrecke zeitweise gesperrt war und nun erneut monatelang komplett gesperrt werden wird. Auch das hat für Verspätungen gesorgt. Im Güterverkehr wuchsen die transportierten Mengen um etwa 5 Prozent – laut Expertin Röhsler aber nicht, weil mehr Güter auf der Schiene unterwegs sind, sondern weil Züge wegen Baustellen Umleitungen fahren.