Forschungsministerin Dorothee Bär hat gesagt, dass die geplante Erhöhung des Bafögs wohl nicht kommt – die SPD ist stinksauer und will das nicht hinnehmen.
Stell dir vor, du planst dein Studium und rechnest fest mit 60 Euro mehr Bafög im Monat – und dann sagt die zuständige Ministerin plötzlich: Daraus wird vielleicht nichts. Genau das ist gerade passiert. Dorothee Bär von der CSU hat in einem Interview erklärt, dass die Regierungsfraktionen die Bafög-Reform nicht mehr unterstützen. Sie findet, Studierende in Deutschland seien schon jetzt privilegiert, weil es keine Studiengebühren gibt. Außerdem meint sie, es sei kein Drama, neben dem Studium zu jobben – das gehöre einfach dazu.
Doch viele Politikerinnen und Politiker lassen das nicht auf sich sitzen. Die SPD, also der Koalitionspartner der Union, sagt ganz klar: Dieses Versprechen muss gehalten werden. Wiebke Esdar von der SPD nannte Bärs Aussagen schlicht falsch und fordert, dass die Union kein Chaos verursacht. Auch die Grünen und die Linke springen den Studierenden bei. Misbah Khan von den Grünen erinnert daran, dass schon jetzt mehr als ein Drittel aller Studierenden in Armut lebt. Nicole Gohlke von der Linken warnt: Wer nachts kellnern muss, um die Miete zu zahlen, brennt psychisch aus oder bricht das Studium ab. Und Matthias Anbuhl vom Deutschen Studierendenwerk sagt, die Ministerin habe den Kontakt zur Lebensrealität der Studierenden völlig verloren.
