Die Bundesregierung streitet darüber, ob die finanzielle Unterstützung für Studierende wie geplant steigt – und das kurz vor der entscheidenden Abstimmung.
Stell dir vor, dir wurde fest versprochen, dass du ab nächstem Semester mehr Geld für deine Wohnung bekommst – und dann sagt die zuständige Ministerin plötzlich: Daraus wird wohl nichts. Genau das ist gerade beim BAföG passiert. Forschungsministerin Dorothee Bär von der CSU hat in einem Interview gesagt, sie glaube nicht mehr an die Erhöhung, weil es in ihrer eigenen Partei und in der CDU Widerstand gibt. Sie findet, Studierende in Deutschland seien ohnehin privilegiert, weil es keine Studiengebühren gibt, und ein Nebenjob sei kein Drama.
Die SPD, also der Koalitionspartner, ist richtig sauer. Wiebke Esdar von der SPD-Fraktion nennt Bärs Aussagen schlicht falsch. Sie sagt, das Geld für die Reform sei längst mit Finanzminister Lars Klingbeil abgesprochen. Auch andere SPD-Politikerinnen wie Lina Seitzl betonen: Studierende sind keine privilegierte Gruppe, sondern die Leute, die später mit ihren Ideen den Wohlstand sichern sollen. Die SPD fordert die Union auf, keinen Chaos zu stiften und das Versprechen einzuhalten.
