Die weltweit größte Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem eröffnet bald eine neue Bildungsstätte in München – die erste außerhalb Israels.
Stell dir vor: Ein Ort, an dem du lernen kannst, was während des Holocaust passiert ist. Nicht aus alten Büchern, sondern mit modernen Methoden und den Geschichten der Menschen, die damals verfolgt wurden. Genau so ein Ort entsteht jetzt in München.
Yad Vashem aus Israel hat angekündigt, ein Bildungszentrum am Karolinenplatz in München zu bauen. Es wird das erste Mal sein, dass die Gedenkstätte eine solche Einrichtung im Ausland eröffnet. In etwa zwei bis drei Jahren soll es losgehen. Rund 20 Leute werden dort arbeiten.
Warum gerade München? In dieser Stadt hat der Nationalsozialismus vor fast 100 Jahren seinen Aufstieg begonnen. Heute ist es ein wichtiger Ort, um an die Opfer zu erinnern und aus der Geschichte zu lernen. Auch in Leipzig wird es einen kleineren Standort mit interaktiven Lernräumen geben.
Das Besondere: Das Zentrum richtet sich vor allem an Lehrerinnen und Lehrer. Sie sollen dort lernen, wie sie das Thema Holocaust im Unterricht so vermitteln können, dass es junge Leute wirklich erreicht. Denn die Zeitzeugen, die den Holocaust selbst erlebt haben, werden immer weniger.
Das Projekt wird von vielen Parteien und Bundesländern unterstützt. Sogar andere Städte wie Köln oder Düsseldorf hätten das Zentrum gern gehabt. Aber die Entscheidung fiel auf München. Das Finanzierungskonzept steht bereits.
