Der Staatschef Chinas hat mit einer großen Rede den Geburtstag seiner Partei gefeiert und dabei klare Forderungen gestellt.

Was ist passiert? Xi Jinping, der Chef von Chinas Kommunistischer Partei (KP), hat am 1. Juli in Peking den 105. Geburtstag der Partei gefeiert. Er sagte vor hohen Politikern und Militärvertretern: «Ein starkes Land braucht ein starkes Militär». Außerdem rief er dazu auf, den Kampf gegen Korruption – also gegen Bestechung und Machtmissbrauch – weiterzuführen. Das ist ein großes Thema in China: In den letzten Jahren sind viele hohe Funktionäre verhaftet worden, weil sie bestochen haben sollen.

Auch über Taiwan hat Xi Jinping gesprochen. Taiwan ist eine Insel mit etwa 23 Millionen Menschen und einer eigenen demokratischen Regierung. China betrachtet Taiwan als Teil seines Staatsgebiets und sagt: «Es gibt nur ein China». Xi Jinping kündigte an, dass die Partei die «taiwanischen Mitbürger» vereinen wolle und gegen «separatistische Kräfte» – also Menschen, die für eine eigene taiwanesische Identität eintreten – vorgehen werde. Gleichzeitig sprach er von «strategischen Möglichkeiten und Risiken» und meinte, die Welt stehe an einem «Scheideweg».