Am 4. Juli 2026 wird Amerika 250 Jahre alt, und die Frage, was dieser Tag eigentlich bedeutet, ist so umstritten wie nie.
Was ist passiert? Vor 250 Jahren, am 4. Juli 1776, haben 56 Vertreter aus 13 britischen Kolonien in Nordamerika ein Papier unterschrieben: die Unabhängigkeitserklärung. Damit trennten sie sich von Großbritannien und gründeten die USA. Das ist der Grund, warum Amerikanerinnen und Amerikaner jedes Jahr am 4. Juli feiern – mit Grillfesten, Feuerwerk und großen Paraden. Doch 2026, beim runden Jubiläum, ist die Stimmung anders. Der Historiker Daniel Immerwahr sagt: Damals wurde die Macht an eine lokale Elite übergeben, die zum großen Teil Sklaven besaß. Ein Fünftel der Bevölkerung war 1776 versklavt. Der wichtigste Autor der Erklärung, Thomas Jefferson, hielt selbst Sklaven. Das macht die Feier kompliziert: Sie ist nicht nur ein Fest der Freiheit, sondern auch ein Tag, an dem man an die Unterdrückung erinnern muss.
