In Taiwan hat die Polizei Büros des Server-Herstellers Super Micro durchsucht, weil der Verdacht besteht, dass Nvidia-Chips illegal nach China geliefert wurden – gleichzeitig steigt die Dell-Aktie auf ein neues Hoch.
Was ist passiert? Ende Juni 2026 haben Ermittler in Taipeh mehrere Büros von Super Micro Computer und Wohnungen von sechs Personen durchsucht. Sie vermuten, dass über eine Scheinfirma in Südostasien und mit gefälschten Papieren Server mit Nvidia-Chips nach China geschmuggelt wurden. Bereits im Mai waren 50 Server und drei Personen festgenommen worden, im März wurde Super-Micro-Mitgründer Yih-Shyan „Wally" Liaw in den USA angeklagt.
Wer hilft jetzt? Die taiwanesische Regierung arbeitet an einem neuen Gesetz, das den Verkauf von KI-Chips an alle chinesischen Kunden verbieten soll – bislang ist das nur für Firmen auf einer schwarzen Liste wie Huawei oder SMIC verboten. US-Behörden wie die Staatsanwaltschaft im Southern District of New York ermitteln parallel, und Dell kann die frei werdenden Aufträge übernehmen: Der Konzern meldete im letzten Quartal einen Rekord-Auftragsbestand von 51,3 Milliarden US-Dollar im KI-Bereich.
