Die Umweltministerin von Brandenburg, Hanka Mittelstädt, sagt: Wenn ein Wolf Menschen bedroht, würde sie selbst schießen – aber nur in ihrem eigenen Jagdrevier.
Seit diesem Monat darf in Deutschland überhaupt auf Wölfe geschossen werden – unter bestimmten Regeln. Brandenburg bereitet gerade ein Konzept vor, wie das praktisch aussehen soll. Darüber hat die Ministerin mit der „Märkischen Allgemeinen Zeitung" gesprochen.
In Brandenburg leben Schätzungen zufolge sechs Wolfsrudel und über 200 Wolfswelpen. Für Schäfer, Rinder- und Ziegenhalter ist das ein Problem, weil immer wieder Tiere gerissen werden. Genau hier soll das neue Konzept helfen: Nicht eine starre Zahl pro Jahr, sondern bestimmte Gebiete mit viel Riss-Schaden sollen ausgewiesen werden. Dort darf dann gezielt gejagt werden.
Eine festgelegte Quote lehnt Mittelstädt ab. Ihr Argument: Wenn etwa im Kreis Elbe-Elster zehn Wölfe geschossen würden, hätte der Kreis Uckermark trotzdem noch ein Wolfsproblem. Besser sei es, regional zu schauen, wo es brennt.
