Ein Gericht hat entschieden, dass zwei junge Wölfe im Lahn-Dill-Kreis in Hessen erst einmal nicht geschossen werden dürfen.

In Hessen gibt es Streit um Wölfe. Das Regierungspräsidium Kassel hatte erlaubt, dass in diesem Sommer vier junge Wölfe im Lahn-Dill-Kreis geschossen werden dürfen. Zwei davon waren aber schon vorher tot gefunden worden, also durften nur noch zwei weitere Tiere legal zum Abschuss freigegeben werden. Das hatte das Ministerium so beschlossen.

Dagegen hat die Naturschutzinitiative geklagt. Diese Umweltorganisation setzt sich für den Schutz von Wölfen ein. Sie sagte, die Pläne seien der „Beginn eines neuen Ausrottungsfeldzugs gegen Wölfe“.

Jetzt hat das Verwaltungsgericht Kassel reagiert. Mit einem sogenannten Eilantrag wurde der Abschuss der zwei Wölfe vorerst gestoppt. Das bedeutet: Solange das Gericht noch nicht endgültig entschieden hat, dürfen die beiden Tiere nicht getötet werden. Erst später fällt dann eine endgültige Entscheidung.

Im Lahn-Dill-Kreis bei Greifenstein lebt eines von insgesamt drei Wolfsrudeln in Hessen. Deshalb ist die Region für den Schutz der Wölfe in dem Bundesland besonders wichtig.

Die Diskussion über Wölfe in Deutschland ist insgesamt groß. Der Wolf war erst im März dieses Jahres ins Bundesjagdgesetz aufgenommen worden. Hessen hatte sein eigenes Jagdgesetz schon im Herbst 2024 geändert. Seither darf in bestimmten Gebieten auf Wölfe gejagt werden, wenn der Bestand insgesamt gut ist.