In Kärnten hat das Land im Frühling und Frühsommer 2026 fünf Wölfe getötet, weil sie als Risiko für Nutztiere eingestuft wurden.
In den Monaten April bis Juni 2026 wurden in Kärnten fünf Wölfe entnommen. Das bedeutet, dass sie von Jägerinnen und Jägern auf Grundlage einer speziellen Verordnung geschossen wurden. Drei davon galten als Schadwölfe, weil sie Nutztiere wie Schafe oder Ziegen gerissen hatten. Zwei weitere wurden als Risikowölfe eingestuft, weil sie sich wiederholt in der Nähe von Dörfern aufhielten. Insgesamt wurden im Jahr 2026 in Kärnten schon zwölf Wölfe auf diese Weise entnommen. Da Wölfe streng geschützte Tiere sind, ist so ein Abschuss nur unter ganz bestimmten Bedingungen erlaubt. Das Land Kärnten hat dazu eigene Regeln, die Risikowolfsverordnung und das Alm- und Weideschutzgesetz, erlassen. Bevor ein Wolf geschossen werden darf, muss genau geprüft werden, ob er tatsächlich ein Problem darstellt.
Martin Gruber ist in der Kärntner Landesregierung für die Jagd zuständig. Er sagt, dass es im Jahr 2026 bisher zehn Fälle gab, in denen Wölfe Nutztiere gerissen haben. Zwischen 2022 und 2025 sei die Zahl dieser Vorfälle aber mehr als halbiert worden. Gruber glaubt, dass die Verordnung und die Arbeit der Jägerinnen und Jäger, die Wölfe immer wieder aus Dörfern vertreiben, dabei geholfen haben. Insgesamt gab es seit dem Inkrafttreten der ersten Wolfsverordnung über 800 solcher Vergrämungen, 261 Situationen, in denen ein Abschuss möglich gewesen wäre, und 42 tatsächliche Abschüsse. Die meisten Vorfälle passieren in Oberkärnten, also im nördlichen Teil des Landes, wo es viele Almen und Wälder gibt.
