In der Steiermark wurde zum ersten Mal ein Wolf zum Abschuss freigegeben, weil er immer wieder Schafe gerissen hat.

Was ist passiert? In der Steiermark, genauer im Bezirk Liezen bei Sölk, hat ein Wolf mehrfach Schafe einer Herde gerissen. Das bedeutet, der Wolf hat die Tiere angegriffen und getötet. Herdenschutzmaßnahmen wie zum Beispiel Zäune haben laut dem Land nicht geholfen. Deshalb haben Fachleute den Wolf als "Schadwolf" eingestuft. Das bedeutet: Er richtet großen Schaden an. Daraufhin hat das Land entschieden, dass dieser eine Wolf ab sofort geschossen werden darf – aber nur für vier Wochen.

Wer hilft? Agrarlandesrätin Simone Schmiedtbauer sagt, der betroffene Bauer solle nicht länger hilflos zusehen müssen, wie seine Herde immer wieder angegriffen wird. Sie will deshalb eine neue Wolfsverordnung machen, also neue Regeln für den Umgang mit Wölfen. Die Landesregierung sucht also nach Wegen, Bauern und Bäuerinnen besser zu schützen und gleichzeitig mit Wölfen umzugehen.

Was kannst du tun? Wenn dich das Thema interessiert, kannst du dich informieren, wie die Politik den Schutz von Weidetieren und den Schutz von Wölfen abwägt. In vielen Regionen gibt es Diskussionen darüber, wie man Herden besser schützen kann, zum Beispiel mit speziellen Zäunen oder Hirtenhunden. Du kannst zum Beispiel Bauernhöfe in deiner Nähe fragen, ob du dir anschauen darfst, wie Herdenschutz in der Praxis funktioniert.

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