In der Steiermark wurde am 12. Juli 2026 erstmals ein Wolf von Jägern erlegt, der vorher Schafe gerissen hatte.

Im Gebiet rund um das Gumpeneck in der Steiermark hat ein Wolf seit Mai mehrere Schafe gerissen. Insgesamt wurden bei mindestens drei Vorfällen mehr als zehn Schafe getötet. Für die Bauern und Bäuerinnen in der Region war das ein großes Problem, weil ihre Tiere auf den Almen weiden und dort nicht einfach geschützt werden können. Die Behörden haben den Wolf deshalb als „Schadwolf" eingestuft und Anfang Juli die Erlaubnis zum Abschuss gegeben. Am Sonntag, dem 12. Juli 2026, wurde das Tier dann in der Gemeinde Sölk im Bezirk Liezen erlegt.

Die zuständige Politikerin, Agrarlandesrätin Simone Schmiedtbauer von der ÖVP, hat den Abschuss als notwendigen Schritt zum Schutz der Alm- und Weidewirtschaft bezeichnet. Sie hat sich bei den Jägern und Jägerinnen vor Ort bedankt, die die schwierige Aufgabe übernommen haben. DNA-Proben des erlegten Wolfes wurden an die Universität für Bodenkultur (BOKU) in Wien geschickt. Dort wird nun untersucht, ob es sich wirklich um das Tier handelt, das die Schafe gerissen hat. Das Land Steiermark hat den Abschuss offiziell bestätigt.