Studierende, die nicht mehr zu Hause wohnen, zahlen laut einer neuen Statistik im Schnitt 54 Prozent ihres Einkommens für Miete und Nebenkosten.
Die Europäische Statistikbehörde (Eurostat) sagt: Wer mehr als 40 Prozent seines verfügbaren Geldes für die Wohnung ausgibt, ist durch Wohnkosten überlastet. Bei Studierenden mit eigenem Haushalt trifft das auf 65 von 100 Personen zu. In der Gesamtbevölkerung sind es nur 11 von 100. Das bedeutet, dass viele junge Leute jeden Monat fast ihr ganzes Geld an die Vermieterin oder den Vermieter überweisen, bevor sie an Essen, Bücher oder Mobilität denken können.
Es gibt aber Stellen, die unterstützen. Das Statistische Bundesamt weist darauf hin, dass 14 Prozent des Einkommens aus BAföG und Stipendien kommen. Außerdem gibt es Wohngeld, einen Zuschuss vom Staat speziell für die Miete. Studierendenwerke und Beratungsstellen an den Hochschulen helfen, Anträge zu stellen und informieren über Stipendien. Auch Sozialberatungen der Kommunen können Wege aus der Kostenfalle aufzeigen.
Du kannst selbst ein paar Dinge tun: Schau frühzeitig, ob du BAföG oder Wohngeld beantragen kannst – die Anträge werden im Nachhinein geprüft, also nicht zu lange warten. Sprich mit der Studierendenberatung deiner Hochschule über mögliche Stipendien. Plane dein monatliches Budget ehrlich, indem du Miete, Nebenkosten und Semesterbeitrag zuerst aufschreibst. Und falls du in eine WG ziehen willst: In Wohngemeinschaften mit anderen Studierenden oder Auszubildenden liegt die Wohnkostenquote bei 49 Prozent und ist damit niedriger als beim Alleinwohnen.
