Eine neue Studie der AK Wien zeigt: Junge Menschen in Österreich spüren die hohen Preise weiterhin deutlich – beim Essen, beim Wohnen und bei der Ausbildung.
Die Arbeiterkammer Wien hat ihren zweiten Jugendmonitor vorgestellt. Dafür wurden 1.500 junge Menschen zwischen 16 und 29 Jahren in Österreich befragt. Das Ergebnis: Viele müssen wegen der Teuerung sparen. 47 Prozent haben bei Lebensmitteln weniger ausgegeben, 18 Prozent haben ihr Konto überzogen, vier von zehn haben Ersparnisse angegriffen. Nur 30 Prozent sagen, dass sie „gut leben“ können. Besonders hart trifft es junge Menschen mit wenig Geld: 44 Prozent von ihnen konnten eine Ausbildung oder Weiterbildung nicht machen – oder mussten sie abbrechen, weil das Geld fehlte.
Zum Glück kümmern sich Leute um das Thema. Ilkim Erdost von der AK Wien fordert, dass Wohnen billiger wird. Sie sagt, die neue Mietpreisbremse sei „ein erster Schritt“, aber es brauche noch mehr Regeln gegen überteuerte Mieten. Laura Zandonella von der Österreichischen Gewerkschaftsjugend sagt: Junge Menschen brauchen fair bezahlte Lehrstellen, leistbare Wohnungen und mehr Mitsprache. Schon 72 Prozent der Befragten wollen sich stärker beteiligen können. Auch Martina Zandonella, die die Studie gemacht hat, sagt: Geld und finanzielle Möglichkeiten entscheiden am stärksten darüber, wie zufrieden jemand mit dem Leben ist.
