Österreichs Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer möchte, dass Österreich mehr Geld mit Rüstung und sogenannten Dual-Use-Gütern verdient, und sieht darin keinen Widerspruch zur Neutralität.
Stell dir vor, ein Land baut nicht nur normale Sachen wie Werkzeuge oder Autos, sondern auch Dinge, die beim Militär verwendet werden können. Solche Produkte heißen Dual-Use-Güter, weil sie doppelt genutzt werden können: zivil und militärisch. Im letzten Jahr hat Österreich fast vier Milliarden Euro mit Waffen und Dual-Use-Gütern verdient. Das ist eine riesige Summe und zeigt, wie groß dieses Geschäft geworden ist.
Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer möchte, dass Österreich noch stärker von diesem Boom profitiert. Er hat das Werk des Rüstungsherstellers Rheinmetall in Wien-Liesing besucht. Dort werden zum Beispiel Fahrzeuge und Teile für die Verteidigung hergestellt. Hattmannsdorfer sagt: "Aber Neutralität bedeutet nicht, dass wir unsere industrielle Stärke schwächen." Damit meint er, dass Österreich als neutrales Land trotzdem eine starke Industrie haben darf.
Doch nicht alle sind dafür. Die Opposition hat Sorgen, dass Rüstungsexporte die Neutralität gefährden könnten. Hattmannsdorfer entgegnet, dass die Exporte streng kontrolliert werden. Es werde genau geprüft, was verkauft werden darf und was nicht. "Für mich ist ganz klar, dass das alles auch in Einklang mit der Neutralität ist", sagt er.
