Am Montag entscheidet der Hauptausschuss des Nationalrats, ob die strategische Gasreserve Österreichs bis 2029 verlängert wird.

Was ist passiert? Österreich hat seit 2022 eine eigene Gasreserve – also einen Vorrat an Erdgas, der für Notfälle gedacht ist. Diese Reserve reicht für etwa zwei Wintermonate und umfasst 20 Terawattstunden. Nun soll dieser Vorrat bis 2029 verlängert werden. Dafür braucht die Regierung eine Zweidrittelmehrheit im Nationalrat, also die Stimmen von ÖVP und mindestens einer Oppositionspartei, etwa FPÖ oder Grüne. Kostenpunkt: rund 240 Millionen Euro.

Wer hilft? Zuständig ist Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer von der ÖVP. Er hat am Sonntagabend an die Opposition appelliert, der Verlängerung zuzustimmen. Seiner Meinung nach ist Versorgungssicherheit eine Aufgabe über Parteigrenzen hinweg. Außerdem haben die österreichischen Gasspeicher den Winter 2025/26 gut überstanden und sind wieder zu 54 Prozent gefüllt. Bei Diesel sieht es sogar noch besser aus: Die Bestände sind im Mai im Vergleich zu April um 36 Prozent gestiegen, bei Kerosin sogar um 56,6 Prozent.