Die Chefin der Wirtschaftskammer Österreich, Martha Schultz, will die Kammer moderner machen und hat den Delegierten ihre Pläne vorgestellt.

Stell dir vor, dein Land hat eine große Organisation für Unternehmen, die Wirtschaftskammer. Die kümmert sich darum, dass Betriebe gut arbeiten können, und vertritt sie gegenüber der Politik. Die Präsidentin dieser Kammer, Martha Schultz, hat am Donnerstag im Wirtschaftsparlament in Wien gesagt: Wir müssen die Kammer moderner und schlanker machen. Sie kommt selbst aus dem Tourismus in Tirol und ist erst seit kurzem im Amt, nachdem ihr Vorgänger Harald Mahrer im Herbst gehen musste.

Schon jetzt wurden 200 von 800 Jobs in der Zentrale in Wien-Wieden abgebaut, also ein Viertel. Das Generalsekretariat, eine Art Führungsebene, wird von vier auf zwei Personen verkleinert. Schultz sagt, das sei kein Zeichen dafür, dass die Leute schlecht gearbeitet hätten, sondern dass eben Geld gespart werden müsse. Für die Unternehmen, die Mitgliedsbeiträge zahlen, ist ihr wichtig, dass ein bestimmter Beitrag, die Kammerumlage 2, jedes Jahr um 100 Millionen Euro sinkt, und das bis 2030.