Im Internet behaupten manche, das Team von Lionel Messi werde bei dieser Weltmeisterschaft unfair bevorzugt – wir schauen uns an, was wirklich dran ist.
Bei großen Turnieren wird viel diskutiert – und manchmal auch viel erzählt, was nicht stimmt. Aktuell beschweren sich Fans vor allem im Internet darüber, dass Argentinien um Superstar Lionel Messi bei dieser WM angeblich einen Sonderbonus bekommt. Im ersten Spiel gegen Algerien foulte Messi einen Gegenspieler, der Schiedsrichter ließ die Aktion allerdings laufen. Messi schoss danach zwei Tore zum 3:0. Im Achtelfinale gegen Ägypten lag Argentinien noch 0:2 zurück, gewann am Ende aber 3:2. Ein Tor der Ägypter wurde nach einem Eingriff des Videoassistenten aberkannt. Ägyptens Trainer Hossam Hassan war sauer: "Das war ganz klar ein manipuliertes Spiel."
Doch was sagen die echten Zahlen? Bei der letzten WM 2022 in Katar bekam Argentinien tatsächlich viele Elfmeter – aber die Mannschaft spielte auch mehr Spiele als fast alle anderen. Bei den Gelben Karten fällt auf: In Argentiniens Spielen vergeht im Schnitt alle 19,7 Fouls eine Karte. Das ist viel, also sehr zurückhaltend, aber nicht der beste Wert des Turniers. Selbst der deutsche Schiedsrichter-Experte Patrick Ittrich sagte: "Für mich ist das eine Rote Karte." Trotzdem gibt es keinen Beweis, dass Schiedsrichter absichtlich zugunsten Argentiniens entscheiden. Der ORF-Experte Thomas Steiner meinte: "Ganz sicher nicht bewusst."
