Beim Achtelfinale der Fußball-WM in Atlanta lag Argentinien schon 0:2 hinten, drehte das Spiel aber noch und gewann am Ende 3:2.
Stell dir vor, du liegst 0:2 zurück, die Zeit wird knapp – und du gewinnst trotzdem noch. Genau das ist dem argentinischen Team in Atlanta passiert. Yasser Ibrahim brachte Ägypten früh mit 1:0 in Führung, und Lionel Messi verschoss einen Elfmeter gegen den ägyptischen Torhüter. Zur Pause führten die Ägypter mit 1:0 – viele dachten schon, das wär’s gewesen.
Nach der Pause wurde es richtig dramatisch. Mostafa Ziko traf für Ägypten zum 2:0, danach aber drehte Argentinien auf. Der Verteidiger Cristian Romero köpfte in der 79. Minute den Anschlusstreffer. Nur fünf Minuten später glich Kapitän Lionel Messi zum 2:2 aus. Die Arena in Atlanta war ein einziger Hexenkessel. In der Nachspielzeit schließlich stürmte Enzo Fernández über den ganzen Platz und schoss das 3:2 – Argentinien hatte das Spiel komplett gedreht.
Das Spiel hatte aber auch unschöne Szenen. Ein ägyptischer Betreuer flog mit Gelb-Rot vom Platz, weil er wütend auf eine Schiedsrichter-Entscheidung reagierte. Eine strittige Szene im Strafraum wurde zudem nicht per Video nachgeprüft. Solche Diskussionen um den Schiedsrichter gehören bei großen Turnieren leider dazu.
Für Ägypten war die Niederlage bitter. Das Team war bereits im Achtelfinale gegen Kap Verde über die volle Spielzeit von 120 Minuten gegangen und hatte am Ende nicht mehr genug Kraft. Es war auch das erste Mal, dass ein WM-Viertelfinale für Ägypten in greifbarer Nähe lag – doch am Ende reichte es nicht. Im Spiel ging es für Mohamed Salah darum, gegen seinen fünf Jahre älteren Landsmann Lionel Messi zu bestehen; Salah bereitete immerhin eine der beiden ägyptischen Führungen vor. Vor dem Spiel hatte der frühere Bundesliga-Profi Mohamed Zidan gesagt: „Wir müssen träumen. Manchmal gehen Träume in Erfüllung.“ Diesmal hat der Traum leider nicht gehalten.
