Ägypten hat bei der Fußball-WM 2026 in Dallas Australien im Elfmeterschießen besiegt und steht damit erstmals seit 92 Jahren wieder in einer K.-o.-Runde einer Weltmeisterschaft.

Das Spiel im Dallas Stadium vor über 70.000 Fans begann rasant. Bereits in der 5. Minute hämmerte der Australier Cristian Volpato den Ball aus 25 Metern an die Latte. Ägypten wurde danach immer stärker und ging in der 13. Minute durch einen Kopfball von Emam Ashour in Führung. Danach bestimmte Ägypten das Spiel und hatte rund 66 Prozent Ballbesitz.

In der zweiten Halbzeit hätte Ägypten fast erhöht. Omar Marmoush, ein Stürmer von Manchester City, stand nach der Pause völlig frei vor dem Tor, schob den Ball aber knapp am Tor vorbei. Wenig später kam es nach einem Freistoß der Australier zu einem Zusammenprall in der Luft: Connor Metcalfe traf seinen Gegenspieler Mohamed Hany mit den Stollen im Gesicht. Hany musste kurz behandelt werden.

Genau dieser Mohamed Hany wurde in der 55. Minute zum Pechvogel. Nach einem weiteren Freistoß lenkte er den Ball unglücklich ins eigene Netz. Es war bereits sein zweites Eigentor bei dieser WM. Damit schrieb er unfreiwillig Geschichte: Noch nie zuvor hatte ein Spieler bei einer Weltmeisterschaft zwei Eigentore erzielt.

In der Folge entwickelte sich ein enges Spiel. Australiens Torhüter Patrick Beach parierte in der Nachspielzeit einen wuchtigen Kopfball von Ramy Rabia weltklasse über die Latte. In der Verlängerung passierte nicht mehr viel. Australiens Trainer Tony Popovic wechselte kurz vor dem Elfmeterschießen den erfahrenen Mathew Ryan für Beach ein. Der Plan ging aber nicht auf: Ryan konnte keinen einzigen Elfmeter halten.