Nach dem 2:3 gegen Argentinien hat Ägyptens Trainer Hossam Hassan eine Geste gezeigt, die in der Fußballwelt viel diskutiert wird.

Stell dir vor, dein Team verliert ein wichtiges Spiel und du bist richtig sauer auf den Schiedsrichter. Genau das ist Hossam Hassan passiert. Der Trainer der ägyptischen Nationalmannschaft hat beim WM-Spiel gegen Argentinien kurz vor dem Ende seine Unterarme über Kreuz gehalten – ein „X" geformt – und das direkt in Richtung des Schiedsrichters François Letexier aus Frankreich. Das „X" steht eigentlich dafür, auf Rassismus aufmerksam zu machen, wurde hier aber als Kritik am Unparteiischen benutzt.

Ein ähnliches Zeichen hatte vor Jahren schon der berühmte Trainer José Mourinho benutzt, als er einem Schiedsrichter „Handschellen" unterstellen wollte. Mourinho wurde dafür damals für drei Spiele gesperrt. Bei Hassan hat sein Bruder Ibrahim, der als Co-Trainer an der Seitenlinie steht, schnell eingegriffen, die Arme seines Bruders nach unten gezogen und die Situation beruhigt. Erst danach konnte der Schiedsrichter das Spiel fortsetzen.

Hassan hat sich nach dem Spiel auch bei einer Pressekonferenz geäußert. Er sagte wörtlich: „Warum gibt es im Fußball keine Fairness? Wir wurden heute unfair behandelt." Außerdem kündigte er an: „Ich werde mir kein einziges Spiel dieser Weltmeisterschaft mehr ansehen." Ägypten war vor allem über ein nicht gegebenes Tor nach einem VAR-Check und ein Foul vor dem entscheidenden argentinischen Treffer verärgert.