Im Wiener Marktamt gibt es einen großen Skandal um gemobbt werdende Mitarbeiter und gefälschte Profile im Internet – zwei Chefs mussten ihre Funktionen abgeben.
Was ist passiert? Das Marktamt in Wien ist eine Behörde, die sich um die Märkte der Stadt kümmert. Dort gab es über Jahre hinweg Probleme: Mitarbeiter sagen, dass der Chef, Andreas Kutheil, sie gemobbt, also schlecht behandelt, beleidigt und eingeschüchtert hat. Es geht auch um Vorwürfe von Rassismus und Sexismus. Sein Stellvertreter, Alexander Hengl, steht außerdem im Verdacht, im Internet unter falschem Namen – etwa als „Edi“, „Sabine“ oder „Tobias“ – positive Kommentare über das Marktamt geschrieben zu haben. Solche Fake-Profile sind verboten, weil sie andere Leute in die Irre führen.
Wer hilft jetzt? Die Stadt Wien hat sofort reagiert. Zuerst musste der Chef Kutheil seine Funktion abgeben, dann wurde auch sein Stellvertreter Hengl versetzt – das heißt, er arbeitet jetzt in einer anderen Abteilung ohne Mitarbeiter-Verantwortung. Eine eigene Kontrollstelle der Stadt, die Interne Revision, untersucht den Fall. Auch die Politik mischt mit: Die Grünen und die FPÖ fordern, dass alles genau aufgeklärt wird. Die FPÖ hat sogar eine Sondersitzung im Wiener Gemeinderat beantragt und will Bürgermeister Michael Ludwig befragen.
