Ein Genetiker aus Wien hat einen neuen Forschungspreis bekommen, um die Krankheit ME/CFS genauer zu untersuchen.
ME/CFS ist eine Krankheit, die noch nicht sehr gut erforscht ist. Sie macht Betroffene sehr müde, kann Schmerzen und Schlafprobleme verursachen und verschlimmert sich oft nach Anstrengung. Genau diese Krankheit steht jetzt im Mittelpunkt eines neuen Projekts an der Medizinischen Universität Wien.
Dort hat der Forscher Matthias Wielscher einen Preis bekommen, der dieses Jahr zum ersten Mal vergeben wurde. Mit dem Geld will er vier Jahre lang untersuchen, welche Gene bei ME/CFS eine Rolle spielen. Er nutzt dafür Daten von 17.000 Patientinnen und Patienten aus Großbritannien, die an der bisher größten Genomstudie zu ME/CFS teilgenommen haben.
Wielscher hofft, mit der Forschung neue Untergruppen von Betroffenen zu erkennen. Wenn man weiß, welche biologischen Probleme bei wem im Vordergrund stehen, lassen sich vielleicht Medikamente finden, die wirklich helfen. Bis das so weit ist, braucht es aber noch Geduld.
