In Wien hat ein Prozess gegen einen früheren syrischen General begonnen, dem schwere Menschenrechtsverbrechen vorgeworfen werden.

Stell dir vor, du wirst eingesperrt, ohne zu wissen, warum und wie lange. Deine Familie erfährt nicht, wo du bist. Du bekommst kaum Wasser und Essen, und du wirst geschlagen oder mit Strom gefoltert. Genau das soll zwischen 2011 und 2013 in einem Gefängnis in der syrischen Stadt al-Rakka passiert sein. Verantwortlich dafür war laut Anklage Khaled Al Halabi, ein ehemaliger General des syrischen Geheimdienstes. Zusammen mit einem zweiten Mann steht er jetzt in Wien vor Gericht.

Zum Glück gibt es Menschen und Organisationen, die sich für Gerechtigkeit einsetzen. Die Staatsanwaltschaft in Wien hat die Vorwürfe genau untersucht und Anklage erhoben. Viele der Betroffenen, die heute in Europa leben, reisen extra nach Wien, um vor Gericht auszusagen. Auch internationale Menschenrechtsgruppen beobachten den Prozess. Das Gericht hat 13 Verhandlungstage angesetzt, um alles gründlich zu prüfen. Es geht darum, dass solche Verbrechen nicht ungesühnt bleiben – egal, wo auf der Welt sie passiert sind.