Forschende in Niederösterreich helfen dem Steinkauz mit besonderen Nistkästen – und die kleinen Eulen vermehren sich wieder.

Was ist passiert? In Niederösterreich, rund um den Ort Seebarn am Wagram bei Krems, hängen seit ein paar Jahren spezielle Nistkästen in Weingärten. Sie sitzen auf Metallstangen, etwa 3,5 Meter hoch. Dort können kleine Eulen, die Steinkäuze, ihre Jungen aufziehen – sicher vor Mardern und Fressfeinden. Früher gab es in Österreich nur noch 50 bis 70 Paare. Heute sind es rund 400, und es werden mehr. Allein in diesem Jahr haben Forschende in den Kästen der Region schon 64 junge Steinkäuze gezählt.

Wer hilft? Forschende der Österreichischen Vogelwarte, die zur Veterinärmedizinischen Universität Wien gehört, haben das Projekt aufgebaut. Sie haben ein Computerprogramm genutzt, um die besten Plätze für die Kästen zu finden – weit weg von Waldkäuzen und großen Straßen. Winzerinnen und Winzer im Weinviertel unterstützen sie, indem sie weniger Insektizide spritzen und Pflanzen zwischen den Reben wachsen lassen. So leben dort auch Bienenfresser, Wiedehopf, Eidechsen und sogar der seltene Steppeniltis.