Nach heftigen Protesten ließ Präsident Erdoğan eine Entscheidung fallen, mit der er die private Bilgi-Universität schließen wollte.
Was ist passiert? Am Freitag verfügte der türkische Präsident, dass die Istanbuler Bilgi-Universität geschlossen wird. Für die rund 20.000 Studierenden bedeutete das: kurz vor den Prüfungen ohne Uni dazustehen und ihr Semester nicht beenden zu können. Viele junge Leute gingen deshalb am Sonntag auf den Campus, um zu demonstrieren. Die Polizei rückte an, setzte Tränengas ein und trug besetzende Studierende aus den Räumen – es gab auch Festnahmen. Noch am selben Abend machte die Regierung die Schließung rückgängig.
Wer hilft? Die Studierenden selbst organisierten sich und zeigten öffentlich, wie wichtig ihnen ihr Studium ist. Die Universitätsleitung erklärte, man setze den Betrieb fort, um das Recht auf Bildung zu bewahren. Auch die parallelen landesweiten Proteste gegen die Absetzung des Oppositionsführers Özgür Özel verstärkten den Druck auf die Regierung.
