Die AfD trifft sich am Wochenende in Erfurt zu einem großen Parteitag – und draußen protestieren Zehntausende Menschen.
Die Alternative für Deutschland (AfD) kommt am 4. und 5. Juli 2026 in der Messe Erfurt zusammen. Auf so einem Bundesparteitag wählt die Partei ihre Chefs und den Vorstand neu. Alice Weidel und Tino Chrupalla wollen wieder als Doppelspitze antreten – bisher gibt es keine Gegenkandidaten. Außerdem steht ein Antrag des Thüringer Landeschefs Björn Höcke auf dem Programm. Er will die sogenannte Unvereinbarkeitsliste der Partei aufweichen, also die Liste mit Gruppen, mit denen die AfD nicht zusammenarbeiten darf. Die Parteiführung ist nach Berichten dagegen.
Gleichzeitig sind in Erfurt große Proteste angekündigt. Die Polizei rechnet mit bis zu 50.000 Menschen, die gegen den Parteitag auf die Straße gehen. Aufgerufen haben zum Beispiel Gewerkschaften, das Bündnis „Widersetzen", Die Linke und die Grünen. Die größte einzelne Kundgebung kommt vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) mit rund 15.000 Teilnehmenden. Auch Konzerte am Domplatz und ein vorzeitig verteiltes Schulzeugnis gehören zum Programm rund um den Parteitag.
