Bei „Markus Lanz“ sprach der AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund über die Pläne seiner Partei für Sachsen-Anhalt – kurz vor der Landtagswahl im September.

Was ist passiert? Bei der ZDF-Sendung „Markus Lanz“ ging es am Donnerstagabend um die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September. Der AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund sagte, die AfD bereite sich seit Jahren darauf vor, in Sachsen-Anhalt zu regieren. Die Partei will dort eigenen Angaben zufolge erstmals in einem deutschen Bundesland einen Ministerpräsidenten stellen. In Umfragen liegt die AfD in Sachsen-Anhalt bei rund 40 Prozent. Siegmund kündigte an, mindestens ein bis zwei Ministerien zu streichen und kostenlose Kindergärte einzuführen, sobald das Geld da sei. „Es ist nicht alles sofort umsetzbar“, räumte er ein.

Wer hilft, aufzuklären? Justus Bender, Journalist bei der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, schilderte in der Sendung, wie die AfD gezielt Personal aufbaut. Er sagte, es gebe geheime Vorbereitungen, eine Kabinettsliste sei bereits fertig, und in rechten Burschenschaften würden gezielt Juristen gesucht. Bender ordnete die AfD in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextrem ein und verwies auf den Verfassungsschutz. Innenministerinnen und Innenminister mehrerer Bundesländer haben wegen möglicher Sicherheitsrisiken zu Vorsicht aufgerufen. Unabhängige Medien und Forschungseinrichtungen begleiten das Thema mit Faktenchecks und Analysen.