Die Bundespolizei hat zusammen mit 40 afrikanischen Ländern gegen kriminelle Schleuserbanden ermittelt und dabei fast 500 verdächtige Papiere geprüft.

Was ist passiert? Die Bundespolizei hat eine große Aktion gegen Schleuser gestartet, also gegen Banden, die Menschen mit gefälschten Papieren illegal nach Europa bringen. Vom 20. Mai an wurden mit 40 Ländern der Afrikanischen Union und der spanischen Polizei fast 500 verdächtige Dokumente kontrolliert. Ziel war es, gefälschte Pässe und falsche Schengen-Visa zu erkennen, noch bevor Menschen damit an die EU-Grenze gelangen.

Wer hilft? In Algier, der Hauptstadt von Algerien, hat die Bundespolizei einen gemeinsamen Helpdesk aufgebaut. Dort können Polizistinnen und Polizisten aus afrikanischen Ländern verdächtige Ausweise per Messenger-Dienst schicken und innerhalb weniger Minuten eine Einschätzung bekommen, ob ein Dokument echt ist oder gefälscht. Auch die spanische Polizei hilft mit und bindet über ein Netzwerk fast alle Länder Südamerikas ein, weil viele Schleuserrouten über diesen Kontinent laufen.