Die Polizei hat in Österreich sechs Leute festgenommen, weil sie verdächtigt werden, mit einer terroristischen Gruppe zusammenzuarbeiten und IS-Propaganda zu verbreiten.

Was ist passiert? In den letzten Wochen hat der Verfassungsschutz – das sind die Leute, die in Österreich für die innere Sicherheit zuständig sind – eine große Aktion gegen islamistischen Extremismus durchgeführt. Dabei gab es 14 Hausdurchsuchungen, und sechs Menschen wurden verhaftet. Die Festgenommenen sind zwischen 14 und 45 Jahre alt, darunter eine 16-jährige junge Frau. Ihnen wird vorgeworfen, Mitglied in einer Terrorgruppe zu sein, IS-Propaganda zu verbreiten und zu Straftaten aufzurufen. Bei den Durchsuchungen wurden Handys, Laptops, Messer und andere Gegenstände sichergestellt, die jetzt untersucht werden.

Wer hilft? Viele verschiedene Behörden arbeiten hier zusammen: die Direktion für Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN), die Landesämter für Staatsschutz, die Justiz und sogar die Gefängnisse. Speziell ausgebildete Polizistinnen und Polizisten, darunter die Spezialeinheit Cobra, waren im Einsatz. Die Chefin des Verfassungsschutzes, Sylvia Mayer, sagt, dass solche Aktionen wichtig sind, um Gefahren früh zu erkennen und Netzwerke zu schwächen. Auch die Minister für Inneres und Justiz betonen, dass der Schutz der Demokratie oberste Priorität hat. Zusätzlich gab es viele präventive Gespräche mit Menschen, die als gefährdet gelten – allein rund um den Eurovision Song Contest in Wien waren es über 140 Meldeverpflichtungen und mehr als 40 Gefährderansprachen.