Forscher aus Linz haben eine interaktive Karte gebaut, die zeigt, wo in Europa Gemeinden digitale Dienste aus dem Ausland nutzen.

Was ist passiert? Ein Team der Digital-Uni IT:U in Linz hat eine Webseite namens „Municipalytics" veröffentlicht. Dort kann man sich anschauen, wo in Europa Städte und Gemeinden ihre Webseiten und E-Mail-Dienste hosten lassen. Für Österreich zeigt die Karte: Rund 87 Prozent der Gemeinden nutzen beim Mail-Dienst Anbieter, die nicht aus Europa kommen. Beim Webhosting – also dort, wo die Gemeinde-Webseite liegt – ist es mit etwa 60 Prozent im Inland etwas besser.

Wer hilft? Die Forscher rund um Florian Holzbauer wollen mit der Karte deutlich machen, dass Europa bei digitaler Infrastruktur unabhängiger werden muss. Sie zeigen, dass Deutschland und Polen als Vorbild dienen können, weil dort viele regionale Anbieter die Daten im eigenen Land speichern. Holzbauer sagt, das sei „resilient", weil Behörden so mehr Kontrolle über ihre eigenen Daten behalten.