Beim großen EU-Treffen in Montenegro diskutieren Politiker, wie Länder wie Montenegro, Serbien und Bosnien schneller Teil der EU werden können – und was die EU dabei besser machen muss.

Stell dir vor, du willst in einen Verein aufgenommen werden, aber die Regeln sind so streng, dass es Jahre dauert, bis du rein darfst. So ähnlich geht es gerade den Ländern auf dem Westbalkan. Montenegro, Albanien, Bosnien und Herzegowina, Nordmazedonien und Serbien wollen alle in die Europäische Union (EU). Dafür müssen sie viele Vorgaben erfüllen – zum Beispiel zu Demokratie, Wirtschaft und Rechtsstaat. Beim EU-Westbalkan-Gipfel in Montenegro haben sich Staatschefs getroffen, um darüber zu reden, wie das schneller gehen kann. Es ist das erste große Gipfeltreffen dieser Art in Montenegro seit 20 Jahren.

Christian Schmidt ist ein wichtiger UN-Vertreter für Bosnien und Herzegowina. Er hat im Radio gesagt, dass die EU in der Region kommunikativ 'stark verbesserungsbedürftig' ist. Das bedeutet: Die EU muss den Menschen im Westbalkan viel besser erklären, was der Beitritt bringt und welche Regeln gelten. Außerdem fordert er ein Umdenken: Statt dem Prinzip 'Alles oder nichts' soll es künftig Zwischenstufen geben. Ein Vorschlag: Junge Start-ups aus dem Westbalkan könnten schon früh Zugang zum EU-Binnenmarkt bekommen – also zu einem riesigen Markt mit Millionen Kunden.