Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der WU Wien zeigen, dass Länder über Jahrhunderte ärmer bleiben, wenn sie Forschung und neue Ideen ausbremsen.

Stell dir vor, ein Land erlaubt keine neuen Erfindungen oder bestraft Leute, die forschen. Was passiert langfristig mit der Wirtschaft? Genau das haben Forscher der WU Wien untersucht. Ihr Ergebnis: Blockiert ein Land Forschung und Entwicklung, bremst das die Wirtschaft über sehr lange Zeit aus – viel stärker, als wenn einfach nur Geld abgezogen wird.

Die Forscher Klaus Prettner und Martin Stojanovikj haben dafür Computersimulationen gebaut. Sie haben Daten aus den USA von 1650 bis 2022 einfließen lassen und zwei Strategien verglichen: Entweder nimmt die Elite direkt Geld aus der Produktion weg, oder sie verhindert, dass Neues erfunden wird. Im zweiten Fall leidet das Wachstum viel länger.

Der berühmte Ökonom Joseph Schumpeter hat schon 1911 erklärt, warum Innovation so wichtig ist: Neue Erfindungen verdrängen alte Techniken – das nannte er "Schöpferische Zerstörung". Wenn dieser Kreislauf gestoppt wird, fehlt der Motor für Wohlstand.