Der Volkswagen-Konzern plant einen großen Umbau – bis zu 100.000 Jobs weltweit könnten wegfallen und vier Werke in Deutschland schließen.
Was ist passiert? Der Autobauer Volkswagen steckt in einer tiefen Krise. Konzernchef Oliver Blume hat dem Aufsichtsrat einen „Zukunftsplan" vorgestellt. Der Plan sieht vor: Die Hälfte aller Modelle soll gestrichen werden, die Zahl der Ausstattungsoptionen sogar um 75 Prozent. Außerdem will VW weniger Autos bauen – statt zwölf nur noch neun Millionen pro Jahr. Nach Berichten könnten bis zu 100.000 Stellen weltweit wegfallen, vier Werke in Deutschland (Zwickau, Emden, Hannover und Neckarsulm) könnten schließen. Der Grund: VW verkauft viel weniger Autos als früher, besonders in China. Im zweiten Quartal 2026 brach der Absatz dort um mehr als ein Drittel ein.
Wer hilft? Die IG Metall und der Betriebsrat wehren sich gegen die Pläne. Gewerkschaftschefin Christiane Benner sagte: „So nicht!" und kündigte Widerstand an. Auch Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) lehnt Werksschließungen ab – das Land hält 20 Prozent an VW und sitzt mit im Aufsichtsrat. An vielen Standorten gab es Proteste: In Wolfsburg kamen 500 Leute, in Emden sogar 1500. Die Arbeitnehmerseite hat im Aufsichtsrat eine Mehrheit und hat das Sparpaket am Donnerstag erstmal abgelehnt. Nach der Sommerpause wird weiter verhandelt.
