Bei Volkswagen, Mercedes-Benz und Porsche stehen tausende Arbeitsplätze auf dem Spiel – deshalb hat die Gewerkschaft IG Metall zu einem großen Protesttag aufgerufen.
Was ist passiert? Die IG Metall hat am Donnerstag an vielen Orten in Deutschland zu Demonstrationen, Autokorsos und Kundgebungen aufgerufen. Beschäftigte von Volkswagen, Mercedes-Benz und Porsche machen damit Druck gegen Sparpläne ihrer Arbeitgeber. In Wolfsburg tagte gleichzeitig der Aufsichtsrat von VW, um über ein neues Geschäftsmodell zu sprechen. Nach Recherchen könnten bei Volkswagen weltweit bis zu 100.000 Arbeitsplätze wegfallen – doppelt so viele wie bisher angekündigt. Auch in Stuttgart gab es einen Autokorso mit rund 250 Fahrzeugen, und bei Audi in Neckarsulm versammelten sich über 500 Menschen.
Wer hilft? Die IG Metall und die Betriebsräte stehen als Ansprechpartner an der Seite der Beschäftigten. Sie organisieren die Proteste, verhandeln mit den Arbeitgebern und fordern, dass Investitionen in Standorte und Menschen fließen statt in Sozialabbau. Politikerinnen und Politiker wie Niedersachsens Vizeregierungschefin Julia Willie Hamburg (Grüne) lehnen Werksschließungen ebenfalls ab und sagen: „Werksschließungen seien keine Zukunftsstrategie.“ Du kannst dich also an Betriebsrat, Vertrauensleute und Gewerkschaft wenden, wenn du Fragen hast oder dich engagieren willst.
