In Kitzbühel haben sich Investoren und Startups zum zwölften Mal getroffen – und über KI, Hardware und Europas Chancen diskutiert.

Stell dir vor, du nimmst an einem großen Treffen teil, bei dem rund 200 Leute aus 33 Ländern zusammenkommen. Genau das ist beim World Venture Forum passiert, das Anfang Juli zum zwölf Mal in Kitzbühel stattfand. Veranstalter war Berthold Baurek-Karlic, Chef der Investmentfirma Venionaire Capital. Sein Motto: "Innovation in Isolation ist eine Illusion" – auf Deutsch: Allein erfinden bringt niemandem etwas. Deshalb bringt er jedes Jahr Investoren und Gründer zusammen.

Das Thema Künstliche Intelligenz war überall präsent. Ein wichtiger Grund: Kurz vor dem Treffen hatte der US-Konzern Anthropic seine stärksten KI-Modelle für Nutzer außerhalb der USA gesperrt. Viele Unternehmer sorgen sich jetzt, dass Europa bei KI den Anschluss verliert. Der frühere Telekom-Austria-Chef Boris Nemšić sagte offen: Europa habe noch nicht verstanden, dass digitale Systeme so wichtig seien wie Straßen oder Strom. AWS-Chef Bernhard Sagmeister sieht KI aber auch als Chance, vor allem für Startups, die Hardware und Deep Tech bauen – also Produkte mit komplexer Technik.