Ein deutscher Politiker wurde Vater durch eine Leihmutter – und sein Fall zeigt, wie umstritten das Thema in Europa ist.

Leihmutterschaft bedeutet, dass eine Frau ein Kind für andere Leute austrägt. In der Schweiz ist das verboten, aber erlaubt, wenn man dafür ins Ausland geht – zum Beispiel in die USA. Dort haben Jens Spahn, ein wichtiger Politiker der deutschen CDU, und sein Mann ein Kind bekommen. Spahn musste danach viel Kritik einstecken und ist zurückgetreten. Auch in Österreich ist Leihmutterschaft zu Hause verboten, im Ausland wird sie aber toleriert.

Manche Länder gehen noch viel härter dagegen vor: In Italien kann man seit 2024 sogar im Gefängnis landen, wenn man im Ausland eine Leihmutter benutzt. Israel erlaubt das Ganze für eigene Staatsbürgerinnen und -bürger. In der Schweiz finden das einige ungerecht. Der Dachverband Pink Cross sagt: Leihmutterschaft sollte auch bei uns erlaubt sein.

Es gibt also gerade eine große Debatte darüber, was der Staat erlauben soll und was nicht. Jürg Streuli von der Nationalen Ethikkommission meint: Man könnte klare Regeln aufstellen, damit alle Beteiligten – Mütter, Eltern und Kinder – besser geschützt sind. Er sagt: "Persönlich sehe ich jedenfalls Handlungsbedarf."