Der CDU/CSU-Fraktionschef Jens Spahn hat bestätigt, dass er und sein Mann in den USA Eltern durch eine Leihmutter geworden sind – und steht deshalb politisch unter Druck.

Was ist passiert? Jens Spahn, der Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, hat zusammen mit seinem Ehemann öffentlich gemacht, dass sie in den USA ein Kind bekommen haben – durch eine Leihmutter. Das bedeutet: Eine Frau in den USA hat das Kind für sie ausgetragen und nach der Geburt an das Paar übergeben. In Deutschland ist Leihmutterschaft verboten. Spahn war von 2018 bis 2021 Bundesgesundheitsminister und damit für das Gesetz zuständig, das dieses Verbot regelt. Viele werfen ihm deshalb vor, sich über Regeln hinwegzusetzen, die er selbst mitverantwortet hat.

Wer hilft, die Debatte einzuordnen? Politikerinnen und Politiker aus verschiedenen Parteien – CDU, Grüne, FDP, Linke – haben sich geäußert. Manche fordern, dass Spahn öffentlich erklärt, warum er seine Meinung geändert hat. Bundeskanzler Friedrich Merz hat gesagt, dass das CDU-Präsidium das Thema in der nächsten Sitzung besprechen wird. Auch Familienverbände, Ethikexpertinnen und -experten und Medien begleiten die Diskussion. So bekommst du verschiedene Sichtweisen und kannst dir selbst eine Meinung bilden.