Der CDU-Politiker Jens Spahn ist mithilfe einer Leihmutter in den USA Vater geworden – und muss sich deshalb fragen lassen, ob er damit gegen das deutsche Verbot verstößt.

Was ist passiert? Jens Spahn ist einer der wichtigsten Politiker der CDU: Er leitet die Bundestagsfraktion der Union. Vor Kurzem hat er zusammen mit seinem Mann Daniel Funke bekannt gegeben, dass sie Eltern eines kleinen Jungen geworden sind. Das Besondere: Der Sohn wurde nicht von Spahn selbst oder einer Verwandten ausgetragen, sondern von einer Leihmutter in den USA. Das bedeutet, eine andere Frau hat das Kind für sie schwanger ausgetragen und nach der Geburt an die Eltern übergeben. In Deutschland ist das verboten. Viele Parteien haben Spahn deshalb scharf kritisiert und manche fordern sogar seinen Rücktritt.

Wer hilft oder mischt sich ein? Auf der einen Seite gratulieren ihm Politiker wie Bundeskanzler Merz oder Vizekanzler Klingbeil zur Vaterschaft. Auf der anderen Seite stehen Kritiker: Hubert Hüppe von der Senioren-Union sagt, es sei „nicht gut, wenn sich Politiker mit Macht und Geld darüber hinwegsetzen“. Janosch Dahmen von den Grünen wirft Spahn Doppelstandards vor, weil er das Verbot politisch verteidigt, es im Ausland aber selbst nutzt. Politikerinnen wie Kathrin Gebel von der Linksfraktion betonen, dass Schwangerschaft keine Ware sein dürfe, die sich Reiche einfach kaufen können. Die CDU hat klargestellt, dass sie an dem Verbot festhalten will.