Der CDU-Politiker Jens Spahn und sein Mann haben über die «Bild»-Zeitung erzählt, dass sie mit Hilfe einer Leihmutter in den USA Vater geworden sind – und das heizt eine alte Debatte neu an.

Was ist passiert? Jens Spahn leitet die grösste Fraktion im deutschen Parlament, die CDU/CSU. Er und sein Ehemann Daniel Funke haben ein Baby namens Georg. Das Paar sagt, das Kind wurde in den USA von einer Leihmutter geboren – also einer Frau, die das Kind für sie austrägt. In sozialen Medien und Kommentarspalten diskutieren Menschen nun, ob das erlaubt sein sollte und warum es Spahn in den USA gemacht hat. Viele finden es ungerecht, dass manche ins Ausland gehen können, andere aber nicht.

Wer hilft oder ordnet ein? Die CDU hat auf ihrem Parteitag im Februar gesagt, dass Leihmutterschaft in Deutschland verboten bleiben soll – auch in «altruistischen» Modellen, in denen die Leihmutter kein Geld bekommt. Das SPD-geführte Bundesfamilienministerium sagt, die aktuelle Rechtslage bleibe. Eine UN-Expertin hat sich für ein weltweites Verbot starker kommerzieller Leihmutterschaft ausgesprochen. Gleichzeitig haben andere Politiker wie Hendrik Streeck (CDU) und Johannes Arlt (SPD) ebenfalls Kinder durch Leihmütter bekommen – das zeigt, dass die Debatte Spahn nicht allein betrifft.