Der CDU-Fraktionschef Jens Spahn hat in den USA ein Kind bekommen – obwohl seine Partei Leihmutterschaft ablehnt. Viele finden das problematisch.

Was ist passiert? Jens Spahn ist einer der wichtigsten Politiker der CDU in Deutschland. Er hat zusammen mit seinem Mann Daniel Funke ein Baby bekommen. Das Baby wurde in den USA von einer Leihmutter geboren. Eine Leihmutter ist eine Frau, die ein Kind für andere Menschen austrägt. In Deutschland ist das verboten, in den USA ist es erlaubt. Spahn hat selbst vor Jahren gesagt, er könne sich mit der "Idee eines gemieteten Mutterbauchs" nicht anfreunden. Jetzt hat er genau das getan – und das sorgt für Wirbel.

Wer hilft, die Sache einzuordnen? Politiker aus seiner eigenen Partei und aus anderen Parteien haben Kritik geübt. Hubert Hüppe von der Senioren-Union sagte, er sei schockiert. Felix Banaszak von den Grünen forderte Spahn auf, sich zu erklären. Auch die Linkspartei und die Frauen-Union meldeten sich zu Wort. Sie sagen: Wer politisch Regeln fordert, sollte sich selbst auch daran halten. Gleichzeitig sagen manche: Das Privatleben eines Menschen ist nicht automatisch das gleiche wie seine politische Arbeit.